eGender

Diskussion der Lecture von Edeltraud Hanappi-Egger

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Edeltraud Hanappi-Egger beschreibt zunächst einen Genderbegriff, der sich als soziale Konstruktion versteht ... all » und Maskulinitäts- und Femininitätskonstruktionen gleichermaßen miteinbezieht. Sie sieht Gender als ein intersektionales Konzept, das in Zusammenhang mit anderen Kontexten steht und in ein Mehrfachsetting von sozialen Kategorien eingebettet ist. Davon ausgehend untersucht sie Gendered Design zunächst an Beispielen aus der Raumgestaltung und fragt in weiterer Folge welche Bedeutung Gendered Design für Software Engeneering, für Implementierung von Software und für die Gestaltung von eLearning Plattformen haben kann. Anhand einer Studie zur Gestaltung von Männer WCs in semi-öffentlichen Räumen zeigt sie, wie über Design Entscheidungen getroffen werden, welche Ausschließungsmechanismen daran beteiligt sind und wie Nutzungsmöglichkeiten vorgegeben bzw ausgeklammert werden. Eine innovative Methode von Hanappi-Egger ist der „Erweiterte evolutionäre Entwicklungs Ansatz“. In der Entwicklung von software wurden bis jetzt Funktionalität und Spezifikation überprüft. In einer dritten Reflexionsrunde könnten Vorstellungswelten der EntwicklerInnen überprüft werden. Anhand eines Forschungsprojektes stellt Hanappi-Egger die Frage wie Geschlechtereinschreibungen sich in technologischen Produkten manifestieren und welche Qualitätsverständnisse in Software – Projekten existieren. Durch Mind Scripting, eine Methode basierend auf Erinnerungsarbeit von Frigga Haug, werden Mentale Modelle als Produkte kollektiver sozialer Konstruktionen analysiert. Die Ergebnisse des vorgestellten Projektes zeigen, dass SoftwareentwicklerInnenteams sich oft der eigenen Diversität nicht bewusst sind, stark auf Mainstream-Verfahren und Ich-Methodologie zurückgreifen und von widersprüchlichen Qualitätskonzepten ausgehen. Was man daraus für eLearning schließen kann ist dass gendersensible Gestaltung nur durch Bewusstmachung des Nutzungskontextes und Hinterfragen der Ich-Methodologie, der Zuschreibungen und damit verbundenen Reproduktionen spezieller Geschlechtervorstellungen, erfolgen kann.

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Delta 3 - ein eStrategie-Projekt der Technischen Universität Wien, Universität für Bodenkultur Wien und Akademie der bildenden Künste Wien, Wien (2005 - 2007) unterstützt aus Mitteln des bm:bwk im Rahmen der Ausschreibung e-Learning / e-Teaching-Strategien an Universitäten und Fachhochschulen