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Zweite ExpertInnenlecture: Handlungsorientierung und Evaluation

Marc Jelitto (Fernuniversität Hagen)
Angela Wroblewski (IHS Wien)


Handlungsorientierung und Evaluation
 
Abstract
Die Forderungen nach einer Berücksichtigung und breiten Integration von Gender Mainstreaming bleiben vielfach abstrakt; dies und nicht zuletzt sich widersprechende Empfehlungen führen zu Unsicherheiten und fehlender Handlungsorientierung. Dies ist Gegenstand dieser Lecture, in der konkrete Anregungen und Hinweise thematisiert werden sollen, wie und wo Genderaspekte in der eLearning-Praxis verankert werden können. Es geht hierbei um genderspezifische Gesichtspunkte etwa auf die Bereiche: Benotung, Betreuung durch Lehrpersonal/TutorInnen, Didaktik, Inhalt, Organisation, Projektmanagement, Sprache, Teamarbeit und Technik. Nachhaltige Optimierungen im Sinne eines „Change Management“ können nur dann erreicht werden, wenn Evaluierungen auf unterschiedlichen Feldern geschlechterdifferenzierte Daten und Informationen erheben. Im Rahmen der Lecture sollen auch Möglichkeiten und Grenzen diesbezüglicher Evaluationsverfahren an der Schnittfläche von digitalen Medien und Gender Mainstreaming aufgezeigt werden.

Marc Jelitto hält fest, dass es sich bei Gender Mainstreaming nicht um Frauenförderung handelt und weist darauf hin dass es Bereiche gibt in denen Männer gefördert müssen. Er geht von elf Arbeitsfeldern aus, die auf Praxiserfahrungen aus Projekten basieren und gibt Hinweise zur Verankerung von Gender Mainstreaming bei der organisatorischen Rahmensetzung, Planung, Entwicklung, Durchführung und Evaluation von eLearning.

Angela Wroblewski geht der Frage nach wie Implementierung von Gender Mainstreaming aus der Perspektive der Evaluation erfolgen kann bzw was „gendern“ von Projekten bedeuten kann. Als vorrangiges Ziel definiert sie das Schaffen gleicher Zugangs- und Teilnahmebedingungen für Frauen und Männer. Dieses kann nur durch eine Veränderung des Arbeitsprozesses erreicht werden, zuerst durch Analyse der Ausgangssituation, Formulierung expliziter Zielsetzungen und der Entwicklung von Umsetzungsschritten mit einer abschließenden Evaluation. Als Vorraussetzungen seien beispielsweise eine klare Definition von Zuständigkeiten und Kompetenzen, Bereitstellung von Ressourcen, ein intensiver Kommunikationsprozess und die Bereitschaft zur Reflexion bestehender Verhaltensweisen genannt.

Jakob Krameritsch, 26.04.06, 15:54 | Comments (0) | TrackBacks (0)

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